Zurück
NOTFALL

Finger- und Handfrakturen

Phalangen- und Metakarpalknochen-Frakturen

Dringende Versorgung

Finger- und Handfrakturen sind häufig und treten bei verschiedenen Traumata auf. Eine schlecht behandelte Fraktur kann zu erheblichen funktionellen Folgeschäden führen.

⚠️ Ziel: Optimale funktionelle Erholung unter Vermeidung von Steifheit und Schmerzen

Was ist eine Phalangen- oder Metakarpalknochen-Fraktur?

Es handelt sich um einen Kontinuitätsbruch eines Fingerknochens (Phalange) oder eines Handflächenknochens (Metakarpalknochen). Diese Frakturen sind häufig und treten bei verschiedenen Traumata auf.

Die Handfunktion resultiert aus der Kombination von Knochenstruktur, Bandstabilität und Muskelkraft. Eine schlecht behandelte Fraktur kann zu erheblichen funktionellen Folgeschäden führen (Steifheit, Schmerzen, Rotationsstörung).

Wie präsentiert sich eine Finger- oder Handfraktur?

Die Hauptzeichen sind Schmerzen, Schwellung, manchmal eine sichtbare Deformität des Fingers. Ein wichtiges zu suchendes Zeichen ist die Rotationsstörung: Wenn der Patient die Faust schließt, sollten die Finger normalerweise zum Daumenballen konvergieren.

Die Diagnose wird durch Röntgenaufnahmen bestätigt.

Ich habe eine Fingerfraktur... was kann man tun?

Mehrere Parameter fließen in die Behandlungsentscheidung ein, wie Frakturtyp, Verschiebung, Stabilität, betroffener Finger, berufliche Tätigkeit und Alter des Patienten.

Nicht-chirurgische (orthopädische) Behandlung

Möglich bei bestimmten Frakturtypen wenn:

  • Die Fraktur stabil und nicht verschoben ist (oder wenig verschoben)
  • Keine Rotationsstörung vorliegt
  • Der Frakturtyp eine Konsolidierung in guter Position mit einfacher Immobilisierung erlaubt

Chirurgische Behandlung

Notwendig bei:

  • Verschobener Fraktur mit Rotationsstörung
  • Instabiler Fraktur mit Risiko sekundärer Verschiebung
  • Gelenkfraktur mit Stufenbildung
  • Offener Fraktur (Wunde im Frakturbereich)

Das chirurgische Prinzip besteht darin, die Fraktur zu reponieren und durch Drähte, Schrauben oder Platten zu fixieren, um eine frühe Mobilisierung zu ermöglichen.

Was passiert nach der Behandlung?

Unabhängig von der Behandlung ist eine regelmäßige Nachsorge notwendig, um eine eventuelle sekundäre Verschiebung, Infektion oder Kompartmentsyndrom zu erkennen.

Die Rehabilitation ist entscheidend zur Vermeidung von Steifheit, der Hauptfolge von Fingerfrakturen. Die frühe Mobilisierung, sobald die Frakturstabilität es erlaubt, ist das beste Mittel zur Prävention.

Ist die Handchirurgie eine risikofreie Operation?

Nein, natürlich nicht. Komplikationen können auftreten:

Steifheit

Hauptfolge. Ihre Prävention beruht auf früher Mobilisierung und angepasster Rehabilitation.

Digitaler Ausschluss

Der Finger nimmt nicht mehr an den Handbewegungen teil. Erfordert intensive Rehabilitation.

Fehlstellung

Konsolidierung in schlechter Position, kann zu Rotationsstörung oder funktioneller Beeinträchtigung führen.

Pseudarthrose

Fehlende Knochenkonsolidierung.

Risiko einer nicht korrekten Behandlung

Das Risiko ist die Konsolidierung in schlechter Position (Fehlstellung) mit Fingerrotationsstörung, Gelenksteifheit, chronischen Schmerzen und funktioneller Beeinträchtigung, die eine sekundäre Korrekturoperationen erfordern kann.

Hand- oder Fingertrauma?

Eine schnelle und angepasste Versorgung ist entscheidend, um funktionelle Folgeschäden zu vermeiden.

Notfall: 112 | Institut: +352 2468 4141

Telefonbereitschaft: 8:30-10:30 und 13:30-15:30